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Crowdfunding oder: Was habe ich davon?

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www.nordstarter.org

Dieser Artikel beleuchtet eine Erfahrung mit Crowdfunding anhand des Projektes „Die Reise zum-Schatz – Das etwas andere Notizbuch“. Die Idee dahinter: ein Buch mit poetischen Texten als Inspiration und leeren Seiten für das Notieren eigener Gedanken.

Hierfür hat es sich als sehr wertvoll herausgestellt, sich mit dem Prinzip der Schwarm-Unterstützung näher zu beschäftigen.

Was habe ich davon? Eine ambivalente Frage

Man könnte auch sagen, was habe ich davon, wenn ich ein Produkt unterstütze, das durch meine Unterstützung erst entstehen kann? In meinem Fall ein Produkt, das von sich behauptet, den Menschen und was ihn bewegt, ermutigt, voranbringt in den Mittelpunkt zu stellen. Ist das bereits ein Nutzen oder Wert an sich? Ein Buchprojekt, das von sich behauptet, die Kombination von poetischen Texten und leeren Seiten sei ein innovatives Logbuch für den eigenen Weg  – und so zugleich ein Lese- und Notizbuch.

Crowdfunding ist vielschichtig

  • Zum einen geht es um den Inhalt selbst, der sich schon abzeichnet, aber noch nicht wirklich greifbar ist. Hiervon brauche ich für die Entscheidung der Teilnahme ein Bild vom Inhalt, deshalb gibt es auf den Crowdfunding-Plattformen in der Regel ein Video vom Crowdfunding-Geber und Bilder, sowie Kurz- und Lang-Info. [In meinem Fall noch Textbeispiele und Exposé] Ergänzend gibt es die Info zu den Dankeschöns, die bei erfolgreicher Finanzierung an die Supporter (Unterstützer) zurückfließen.
  • Zum anderen geht es um das Prinzip Schwarmfinanzierung (auch Schwarmförderung genannt, siehe Wikipedia): Viele Beiträge ermöglichen es einer Idee, verwirklicht zu werden. Für manche ist die Anmeldung bereits eine Hürde, für andere ist es sich im Internet zu zeigen, auch wenn ich meine Unterstützung anonym zeigen kann. In jedem Fall setzt Crowdfunding voraus, sich mit einer Idee und dem Ideengeber mehr als 5 Sekunden zu beschäftigen. Das liegt in der Natur von Crowdfunding als Präsenzform. Und daran, dass eine Idee und sich selbst als Ideengeber authentisch zu zeigen, eine große Rolle spielt. Es ist ein gemeinsames Entdecken, was zueinander passt.
  • Spätestens hier kommt die Ebene der Beziehung ins Spiel. Diese macht Crowdfunding durch die Abwicklung über eine Plattform sichtbar, hier drei Beispiele:
    nordstarter.org
    visionbakery.com
    startnext.de 
    Inzwischen verstehe ich diese Art der Beziehungsplattform als einen Gradmesser für das echte Interesse: Wo stehe ich? Woran bin ich in der Beziehung zu dieser neuen Idee … und dem Ideengeber tatsächlich interessiert? Woran bin ich als Ideengeber wirklich interessiert? … Was bin ich bereit nachhaltig zu verfolgen?
  • Natürlich sollte jemand verstehen, welchen Nutzen die Produktidee hat. Nicht immer leicht, weil es noch kein fertiges Produkt gibt. Welchen Nutzen sollte ich dann erst bekommen, wenn ich eine Idee auf dem Weg zum Produkt unterstütze? Für die Start-Phase, die sog. Fan-Phase scheint mir diese Frage fast noch herausfordernder als für die Finanzierungs-Phase zu sein; denn in der letztgenannten Phase gibt es Dankeschöns in Form von Produkten und Services. In der Fan-Phase kann das Dankeschön „nur“ die Beziehung zum Ideengeber und das Teilhaben an der Entwicklung des Projektes sein (zum Beispiel durch News in angemessenen Abständen und Veranstaltungen).

Crowdfunding als Resonanz-Prinzip

  • Was sich mir gezeigt hat: Crowdfunding kann eine neue Form des Wirtschaftens sein, weil es die üblichen Kauf-und-Konsumiere-mich-Mechanismen aushebelt und für eine innovativ-praktische Neudefinition einlädt. Es hat etwas mit Wirtschaft und Teilhaben zu tun. Und damit mit dem Menschen und dem „Woran bin ich wirklich interessiert?“ Es hat etwas mit Herzblut zu tun. Es braucht, dass andere dies spüren … erkennen … wahrnehmen. Ein Crowdfunding-Projekt rein unter Kosten-Nutzen-Ertrags-Aspekten zu sehen, funktioniert nicht. Es braucht die Chance des Teil-Nehmen-Können.
  • Was ich gelernt habe: Crowdfunding alleine unter Gesichtspunkten der Nutzen- maximierung zu sehen, funktioniert nicht. Weder für den Crowdfunding-Geber noch für denjenigen, der davorsteht, ob er mit einem Klick Fan werden will (Erste Phase) oder das Projekt sogar mit einem finanziellen Betrag zu unterstützen (Zweite Phase, in der es einen Rückfluss in Form eines konkreten Dankeschöns geben kann, wenn das Projekt den geforderten Betrag zusammenbringt).
  • Was ich machen werde: Immer wieder im Talente Café Ideen und Projekte unter dem Aspekt „Schwarm-Förderung“ vorstellen und neu verbinden. Ausgehend von meinem Hebe-Deinen-Schatz-Projekt. Denn Crowdfunding ist nicht auf virtuelle Plattformen beschränkt, vielmehr macht die virtuelle und reale Verbindung sehr viel Sinn. Ich habe es für mich als Prinzip entdeckt, um Idee (= jeder Mensch ist ein Künstler und steht für etwas) und Umsetzung (Projekt, Wirtschaft, Weg) auf konstruktive und kreative Weise zu verbinden. Getragen vom Interesse an Entwicklung.

Die Gasse der Eindeutigkeiten

Crowdfunding als Entwicklung ermöglicht immer, in einem ergebnisoffenen Prozess ein klares Ziel zu verfolgen. Um es neu zu begreifen und aufzugreifen …
Anders gesagt: Im Unterschied zu den Bewohnern in der Gasse der Zweideutigkeiten – siehe das nachfolgende Gedicht – fördert Crowdfunding, eindeutig im Einverständnis mit seiner Idee und dem echten Interesse hieran zu sein. Und Schritt für Schritt danach zu handeln, in der Gasse der Eindeutigkeiten.

Die Gasse der Zweideutigkeiten
In der Gasse der Zweideutigkeiten
befindet man sich eindeutig im Zwiespalt,
zweideutig aber im Einverständnis
mit jedem ihrer stets zwinkernden
Bewohner und mit sich selbst.
Eventuell auftretende Zweifel
an sich und an dem, was man sagt,
zwinkert man nämlich zweifellos
leicht von sich weg.
– Rudolf Stibill, La ville imaginaire –

Viele Freude beim Ausprobieren

Jörg Poedtke

P.S
Obwohl ich es für dieses Buch-Projekt nicht geschafft habe, die Finanzierung über Crowdfunding sicher zu stellen, halte ich das Prinzip Schwarmfinanzierung oder auch Sponsoring zu nutzen für sinnvoll. Es ist eine gute Übung, um herauszufinden, was funktioniert und was nicht funktioniert … und um im passenden Tempo dranzubleiben. Crowdfunding setzt Willenskraft, Vorstellungskraft und Tatkraft frei.

So hat mich die Erfahrung bestärkt, zunächst einen Zwischenschritt zu gehen:  Mit poetischen Postkarten, einzeln oder als komplettes Set, hier anzuschauen. Das Reise-zum-Schatz-Notizbuch kommt dann im zweiten Schritt. 

Ist glaubwürdige Präsenz machbar?

Vision_Poe_300Neue Wege für nachhaltig wirksame Präsenz, Marketing, Werbung – oder wie auch immer Sie es nennen, wenn Sie nach außen gehen.
Mit dem, wofür Sie und Ihr Projekt stehen.

Eine veränderte Situation
Die Musikindustrie klagt über rückläufige Gewinne, Zeitungen verlieren Abonnenten und Anzeigenkunden, dem Fernsehen laufen Werbekunden weg. Zugleich ist ein wachsender Einfluss neuer Technologien wie Internet und Video zu spüren, ganz alltäglich und ganz praktisch, für uns alle. Denken Sie nur daran, wie schnell sich heute Nachrichten über das Internet verbreiten, bevor dies über große Fernsehsender erfolgt. Beispiele sind die Wahl im Iran oder auch die des neuen US-Präsidenten Barack Obama.

Die Macht der einseitigen Kommunikation und damit des konventionellen Marketings schwindet; dieses Marketing hat mehr die Einbahnstraße vom Unternehmen zum Menschen, seinem Kunden betrachtet und forciert. Die Märkte der Zukunft basieren jedoch auf den Beziehungen der Menschen untereinander und auf den Beziehungen der Unternehmen zu den Menschen bzw. den Märkten.

Denn Märkte bestehen aus Menschen und nicht aus demografischen Daten. Menschliche „Communities“ basieren auf Austausch – auf menschlicher Sprache, auf menschlichen Interessen. So wie es in vernetzten Märkten geschieht, so reden auch Menschen miteinander, direkt innerhalb der Firma, und nicht nur über Regeln und Konventionen, Hausordnungen und Profite.

Wo ist die Nachhaltigkeit?
Kurz gesagt geht es um Glaubwürdigkeit und so Werbung neu zu definieren. Das hat etwas damit zu tun, dass ein Unternehmer oder ein Mitarbeiter als Mensch anfassbar sind und als Mensch sprechen – und nicht in einer Rolle als Unternehmer oder Mitarbeiter. Menschen „positionieren“ sich so authentisch, weil sie als sie selbst sprechen. Und hierüber wird dann das Angebot des Unternehmens glaubwürdig und anziehend positioniert. Optimalerweise dort, wo ihr Markt seine Interessen hat. Und dieser Markt sind ja die Menschen, die sich nach und nach fragen, was sind meine wahren Bedürfnisse und dann danach handeln. Es geht also noch mehr darum, mit den Menschen zu sprechen, mit denen Sie, mit denen wir Beziehungen aufbauen wollen… damit diese noch mehr merken, was Sie davon haben, dass es Sie gibt und von sich aus das Gespräch mit Ihnen finden.

Was bedeutet das praktisch?
Die Idee: den Dialog aktiv gestalten und Menschen nachhaltig vernetzen
… und hierfür verschiedene Handlungsebenen einfach verbinden.
Erfolgreiche Unternehmen und Netzwerke schaffen mit ihren Kunden (und solchen, die es werden wollen) Verbindungen, die den Charakter von Gemeinschaft haben, neudeutsch auch Communities genannt – oder übertragen auf die neuen Medien „Social Media“. Das sind Internet-Angebote, in denen Menschen ihre eigenen Inhalte einstellen und weitgehend ungefiltert kommunizieren können. Hierzu gehören virtuelle Plattformen, auf denen sich Menschen treffen, inklusive Video bis hin zu gemeinschaftlichen Veranstaltungen. Alles entsteht aus einem gemeinsamen Fokus heraus und ist anziehend für die Mitglieder dieser Verbindung. Deren Mitglieder sprechen darüber, was ihnen hieran gefällt, was wiederum neue Mitglieder nach sich zieht.

Merken Sie, wir sprechen gar nicht mehr vom Kunden und verkaufen, sondern von echter Begegnung, aus der ein Teilhaben lassen, ein Impuls des Miteinanders, bis hin zur Ebene eines Kaufes entstehen kann.

Nun stellen Sie sich einmal geistig vor, Sie und Ihr persönliches Netzwerk strahlen in diesem Sinne noch mehr Anziehungskraft aus? … und Sie würden z.B. noch mehr Kunden gewinnen? Was würde das für Sie, für Ihr Unternehmen, für Ihr Projekt bedeuten?

Drei Handlungsebenen
Um so etwas zu erreichen, ist es aus unserer Sicht sinnvoll, drei Handlungsebenen miteinander praktisch zu verknüpfen:

  • Option Video stellt Menschen und ihre Geschichte als authentischen Sendemast in den Mittelpunkt. Nichts Dramatisches, aber plastisch, eingängig, authentisch. Denn Menschen mögen echte Geschichten von echten Menschen. Inspirierend über stimmige Angebote informieren. Events vor- und nachbereiten. Inhaltliche, prägnante Anker für die sich vergrößernde Community aus Interessenten, Kunden und sonstigen verbundenen Menschen setzen.
  • Option Event · Aktuelle Möglichkeiten verstärken: Menschen begeistern, mitnehmen, lokal vernetzen. Themen und Produkte verbinden, auch wiederholbar ggf. für Video festhalten. Produkte live vorführen. VIP-Bereich (Stammkunden) ausbauen, die Synergien in den Angeboten zur Idee „Menschlich – Nachhaltig – Kooperativ“ noch stärker verbinden.
  • Option Community · Bilden Sie Ihr Netzwerk auch virtuell als Community noch stärker ab, bzw. seien Sie Bestandteil eines Netzwerks „mit Herz“. Menschen innerhalb und außerhalb Ihres Unternehmen und Ihres Umfelds verbinden. Dem neuen Verhalten – als Anbieter wie als Konsument sich nachhaltig verbinden – und so noch mehr „Heimat“ und konkrete Anregungen geben, eingebunden in die Vehikel Video und Event. www.lunarhorse.mixxt.de oder www.facebook.com sind beispielhafte, hierfür geeignete Plattformen (gibt natürlich noch mehr Optionen).

Die Aufgabe von IdeenPoet & Team: Um eine tragende Idee, eine Vision und Geschäftliches praktisch zusammenzufügen, braucht es hauptberufliche Geschichtenerzähler, die Geschichten von Menschen und Visionen und ihrer Umsetzung in Dienstleistungen und Produkte einfangen und weiterverarbeiten.
Wir, der IdeenPoet Jörg Poedtke und seine Partner, z.B. Heiner Schäfer und Ute Spingler von Design on Location verstehen sich hierfür im Team als moderne, professionelle Geschichtenerzähler im weitesten Sinne. Eine Möglichkeit für die Veröffentlichung Ihrer Geschichte bietet z.B. www.lunar-horse.tv, einem kooperierenden Web-TV-Sender mit Möglichkeiten für Fernsehsendungen, Filme, Werbung anders, Verlag, Community und Veranstaltungen. Zum Beispiel gibt es das Format „Produktkonferenz“, eine Talkrunde, in der sich Unternehmer mit Kunden und Interessenten sehr authentisch austauschen, was diese denn davon haben, dass es ihr Angebot gibt.

Unsere Einladung an Sie
Wir laden Sie ein, sich mit uns im inspirierenden Gespräch zu den hier skizzierten Ideen für neue Wege für nachhaltige Präsenz, Marketing, Werbung auszutauschen.
Was kann das für Sie, Ihr Projekt und Ihr persönliches Vorankommen bedeuten?
Konkret, praktisch, begreifbar und zugleich als Ausdruck der Idee „Menschlich · Nachhaltig · Kooperativ“ … und wie dies alles für mehr … – was immer Sie sich an „mehr“ wünschen – umgesetzt wird. Mit einem einfachen Vorgehen von innen nach außen, das mit einer Prämisse beginnt.
Innen wie außen, außen wie innen, das nennen wir authentische Präsenz.

In diesem Sinne freuen wir uns auf das Gespräch mit Ihnen.

Es grüßt Sie herzlich der IdeenPoet

… und hier kommen Sie zu der Übersicht, wie sich dies alles konkret in Modulen wiederfindet.