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März, 2014:

Meine Begegnung mit den Freedom Writers

Ein Plädoyer für Mitgefühl, Mut und den eigenen Weg 

Ein ehrliches, realistisches und zugleich optimistisches Buch

Ein ehrliches, realistisches und zugleich optimistisches Buch

  • Als ich das Buch „Freedom Writers“ las und den zugehörigen Film sah, war der erste Gedanke: „Wow, was ist das für eine Lehrerin, die es geschafft hat, gefährdete Jugendliche dazu zu bewegen, ihre Stimme zu finden und dem, was sie bewegt, Ausdruck zu geben.“
  • Der zweite Gedanke: Das kommt mir vor wie eine Reise in die Vorstellungskraft und Willenskraft. Nur wer so etwas in großem Maße besitzt wie Erin Gruwell, sieht andere Möglichkeiten an einer Schule, die von Gewalt und rassistischen Spann- ungen förmlich zerrissen wird und kämpft dafür.
  • Sie zeigt ihren Schülern, dass der Klassenraum in ihrem Leben wieder eine Bedeutung hat und sie ihre Zukunft gestalten können. Die Schüler entdecken Parallelen zwischen dem, was ihnen Bücher erzählen und ihrem eigenen Leben. Sie schreiben ihre Gedanken und Gefühle in Tagebücher und entdecken die Kraft, die das Schreiben ihnen gibt.
  • Da die „schwer erziehbaren“ Teenager nun ihre eigenen Geschichten erzählen können und die Geschichten anderer hören, entdecken sie die Macht des wahren Respekts. Aufeinander zugehen, zuhören, unterstützen und Unterstützung bekommen. Alle Freedom Writers bestehen die Abschlussprüfung und studieren anschließend. Gleichzeitig betreuen sie andere Schüler in den nachfolgenden Klassen.
Tagebuch-Einträge von den Freedom Writers gemeinsam zu lesen,
macht ihre Biografien lebendig und lässt gemeinsam teilhaben
an bedeutenden Ereignissen in ihrem Leben.
  • Der anschließende Austausch in angeregter Runde bereichert
    und lässt einen etwas für die eigene Biografie mitnehmen.
  • Immer wenn ich Freedom Writers gelesen oder gesehen habe, habe ich darüber nachgedacht, was wohl das Geheimnis von Erin Gruwell gewesen ist, dass diese Geschichte gelungen ist: eine Geschichte von und über Jugendliche, deren Leben von Schießeren und harter Straßenmentalität geprägt ist und die scheinbar plötzlich Interesse an ihrem Leben entwickelt haben. Es sind die geheimen Zutaten wie Erin Gruwell sie nennt. Hierzu gehören zum Beispiel:

* Glaube an deine Teilnehmer
* Etabliere eine sichere Umgebung
* Inspiriere Menschen (Inspiration = Motivation)
* Ermutige zur Zusammenarbeit
* Unterrichte Respekt (Wahrung der Privatsphäre)
* Baue Brücken

  • Allein diese wenigen Aspekte mögen verdeutlichen, warum ich mich stets aufs Neue inspiriert fühle, Buch und Film über die Freedom Writers vorzustellen und zu zeigen … und warum ich anrege, ihre Zutaten in Ausbildungs- und Bestimmungsprojekte zu integrieren.  Ich habe es jedenfalls für mich und meine Arbeit getan.
  • Hier der Link zu einem Interview, das den Freedom Writers-Ansatz im Rahmen eines Hauptschul-Projektes beleuchtet: http://talentecafe.de/schreibmodus/
Es grüßt Sie wie Dich
herzlichst Jörg Poedtke 🙂

Ich freue mich auf den Austausch zu diesem Thema, wo immer sich hierfür Gelegenheit bietet, zum Beispiel im Rahmen des Talente Café.

P.S. Die authentische Geschichte der Freedom Writers wurde verfilmt, in der Hauptrolle
die zweifache Oscar-Preisträgerin Hillary Swank („Million Dollar Baby“), mit Oscar-Preisträgerin Imelda Staunton („Vera Drake“) und vielen großartigen Amateur-Schauspielern als Freedom Writers.

Hier Info zum Buch und Film „Freedom Writers“
Hier zur Info Stiftung „Freedom Writers“